Motivationsschreiben für ein Wirtschaftspsychologie Studium

Du willst dich für einen Studienplatz in Wirtschaftspsychologie bewerben und die Hochschule verlangt ein Motivationsschreiben? Keine Panik! Hier erfährst du alles, was du zu diesem Thema wissen musst. Mit unseren Tipps kommst du deinem Traumstudium einen Schritt näher.

Motivationsschreiben? Klingt nach Arbeit. Ist es auch. Denn ein Bewerbungsschreiben schreibt sich schließlich nicht von allein. Es soll den bestmöglichen Eindruck deiner Person vermitteln, nicht zu kurz und auch nicht zu lang sein und den Leser dazu bewegen, dich für eine Studienplatz in Erwägung zu ziehen. Damit du angesichts dieser großen Herausforderung nicht den Kopf in den Sand steckst, haben wir alles Wichtige zum Thema Motivationsschreiben für ein Wirtschaftspsychologie Studium hier zusammengefasst.

Das Motivationsschreiben – so geht´s!

Inhalt: Was gehört in ein Motivationsschreiben?

Arm mit Stift und BlockKommen wir zum Wesentlichen: zum Inhalt. Einige Hochschulen, die ein Motivationsschreiben als Teil der Bewerbungsunterlagen verlangen, haben genaue Vorstellungen von den abzuhandelnden Punkten. Du solltest dich also vor dem Schreiben darüber informieren, ob spezielle Vorgaben gemacht werden.

Wenn du Glück hast, wird das Motivationsschreiben über ein Formular eingegeben, das konkrete Punkte abfragt. Hier kann also nichts schief gehen. Was aber, wenn es keine Vorgaben gibt? Nun, es gibt Punkte, die in einem guten Motivationsschreiben nicht fehlen dürfen. Über die folgenden Aspekte, solltest du dir Gedanken machen.

Dein Interesse am Fach muss begründet sein. 
Du solltest dich bemühen, mit deinem Motivationsschreiben einen guten Eindruck zu vermitteln und zeigen, wie sehr du dich für das Fach Wirtschaftspsychologie interessierst und dass du hier deine berufliche Zukunft siehst.

Optimal ist, wenn du dein Interesse an Wirtschaftspsychologie in irgendeiner Weise darstellen kannst. Vielleicht bist du im Rahmen eines Schülerpraktikums mit Wirtschaftspsychologie in Berührung gekommen oder du hast an deiner Schule einmal einen Vortrag über einen verwandten Themenbereich gehalten? Wichtig ist hierbei im Rahmen der geforderten Länge des Schreibens prägnant und sachlich zu schreiben.

Deine beruflichen Ziele sollten deutlich werden.
Du solltest darstellen, welche beruflichen Ziele du mit dem Studium verfolgst, wie du diese umzusetzen willst und in welchen Bereichen du mit einem abgeschlossenen Wirtschaftspsychologie Studium einmal arbeiten möchtest. Dabei kommt es gar nicht darauf an, ein ganz konkretes Berufsziel zu haben, der Wunsch in einem bestimmten Fachbereich zu arbeiten, reicht völlig aus. Hier geht es häufig darum, dass die Auswahlkommission einschätzen kann, wie gut du dich über die Inhalte des Studiums informiert hast und wie präzise deine Vorstellungen über deren berufliche Nutzung sind. Kurz: Von außen lässt sich auf diese Weise gut beurteilen, wie ernst es dir mit deinem Vorhaben ist.

Begründe, warum es unbedingt diese Hochschule sein muss.
Ein weiterer wichtiger Punkt sollte in keinem guten Motivationsschreiben fehlen: Die Erklärung, warum du dich gerade für diese Hochschule entschieden hast. Natürlich geht es hier nicht um „Fishing for Compliments“ – auch wenn die jeweiligen Vertreter der Hochschule bestimmt gerne hören, warum ihr Studienangebot weit und breit das Beste für die Wirtschaftspsychologie ist – trage nicht zu dick auf, das wirkt schnell unglaubwürdig. Zeige lieber, dass du dich mit den individuellen Gegebenheiten der Hochschule auseinandergesetzt hast.

Manche Hochschulen benennen besondere Punkte, mit denen sie ihr Profil schärfen wollen, zum Beispiel Familienfreundlichkeit, ein besonders großes Netzwerk an Kooperationspartnern oder ein reichhaltiges Onlineangebot an Lerninhalten. Auf sowas kannst du in deinem Motivationsschreiben eingehen und erklären, warum dir gerade diese Punkte sehr entgegen kommen.

Wie lang sollte das Schreiben sein?

Das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich solltest du die wesentlichen Punkte abdecken, aber nicht unnötig ausholen oder dich in Details verlieren. Auch hierzu ist es ratsam sich vorher auf der Homepage der Hochschule zu informieren, welche formalen Anforderungen es gibt. Als grobe Richtlinie gilt, dass alles zwischen ein und zwei DIN A4 Seiten eine gute Länge ist.

Auch auf diese Punkte solltest du achten

  • Gibt es einen persönlichen Ansprechpartner? Falls ja, dann schreibe auch diesen konkret an. Ansonsten gilt „Sehr geehrte Damen und Herren…“
  • Verwende keine Bilder oder Grafiken. Versuche das Schreiben so sachlich wie möglich zu halten – benutze möglichst wenige Formatierungen und eine angenehm zu lesende, neutrale Schrift.
  • Unterschreibe persönlich. Schreiben solcher Art werden grundsätzlich persönlich unterschrieben. Bei digitalem Versand solltest du deine Unterschrift einscannen und dann in das Dokument einfügen.

So verfasst du ein Motivationsschreiben

junger Mensch mit Laptop auf dem SchoßMach Stichworte!

Manchmal hilft es, sich den Inhalt erstmal stichwortartig aufzuschreiben und so seine Gedanken zu ordnen. Überlege dir zuerst, WAS du sagen willst und gehe erst dann zum WIE über. Achte darauf, dass die einzelnen Punkte sinnvoll aufeinander aufbauen.

Folge einem logischen Aufbau

Hast du die ersten Textbausteine zusammen, ordne sie in einer sinnvollen Reihenfolge. 

Anrede
Begrüßung (z.B. "Sehr geehrte Frau Mustermann")

Einleitung 
Diese sollte so kurz wie möglich sein. Zwei bis drei Sätze reichen aus, um in den Hauptteil überzuleiten.

Hauptteil
Dieser ist das Herzstück deines Motivationsschreibens. Um zu verdeutlichen, dass du genau die richtige Person für den Studienplatz bist, beantworte auf jeden Fall folgende Punkte:

  • Dein Interesse für Wirtschaftspsychologie
  • Begründung für die Wahl dieser Hochschule
  • Langfristige Pläne mit dem Studienabschluss

Schluss
Wie die Einleitung sollte der Schlussteil kurz ausfallen. Vergesse nicht das Schreiben persönlich zu unterschreiben.

Lass dir Zeit!

Du solltest dein Motivationsschreiben auf keinen Fall an einem Tag schreiben und am selben abschicken (es sei denn, du bist ein Super-Schreibtalent und die richtigen Worte fließen nur so aus dir raus). Zum einen fallen dir einen Tag später vielleicht noch mehr wichtige Punkte ein, die du einfließen lassen willst. Zum anderen sollte man zwischen dem Schreiben und dem finalen Korrekturlesen ein paar Tage Zeit verstreichen lassen. Beschäftigt man sich zu lange mit dem eigenen Text, sieht man Fehler einfach nicht mehr. Ein paar Tage Pause wirken Wunder und komische Formulierungen oder Rechtschreibfehler werden dir sofort auffallen.

Beziehe Freunde oder Eltern mit ein

Spätestens beim Korrekturlesen solltest du Dritte, zum Beispiel Eltern oder Freunde, heranziehen. Lass sie dein Motivationsschreiben lesen. Sie können dir nicht nur inhaltlich weiterhelfen, also prüfen, ob das, was du geschrieben hast zu deiner Person passt, sondern vor allem auch Rechtschreibung checken und ggf. Formulierungen ändern.

Beispiel für ein Motivationsschreiben

Der erste Satz ist immer der schwierigste. Um dir bei eventuellen Startschwierigkeiten zu helfen, haben wir ein Beispiel-Motivationsschreiben für dich formuliert. Bitte nutze dieses nur als Anregung und kopiere keine Formulierungen 1:1. Das macht wenig Sinn, da du die Inhalte ja sowieso auf deine Person und deine Wunschhochschule anpassen musst. 

Beispiel eines Motivationsschreibens

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