Wirtschaftsmediation Weiterbildung: Ausbildung zum Mediator

Sie sind bereits in einem Unternehmen tätig und wollen sich im Bereich Konfliktmanagement oder Wirtschaftsmediation weiterbilden? Dann entscheiden Sie sich für eine Ausbildung zum Mediator! Hier finden Sie alle Anbieter mit Wirtschaftsmediation Weiterbildungen sowie alles Wissenswerte zu Voraussetzungen, Kosten und Inhalten.

Konflikte und Streit kommen in jeder guten Beziehung vor. So ist es auch kein Wunder, dass in Unternehmen Unstimmigkeiten auftreten können. Missverständnisse zwischen Mitarbeitern, Streitigkeiten mit externen Partnern, Auseinandersetzungen mit Kunden – Konflikte spielen auch in der Wirtschaft eine große Rolle.

In der Wirtschaft stehen Streitigkeiten dabei oft noch unter anderen Bedingungen als in rein zwischenmenschlichen Beziehungen. In vielen Fällen sind betriebswirtschaftliche Konflikte geprägt von Ansprüchen und Rechten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass vor allen Dingen in Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte agieren, die bei Konflikten vermittelnd eingreifen und lösungsorientiert handeln können.

Für genau diese Ausbildung ist die Wirtschaftsmediation Weiterbildung gedacht. Die Wirtschaftsmediation dient der effektiven Konfliktlösung bei Streitigkeiten in Unternehmen. Dabei lernst du Auseinandersetzungen im betrieblichen Alltag zu schlichten und zu lösen.

Ausbildung zum Mediator: Alle Infos

Wirtschaftsmediation Ausbildung: Passende Weiterbildung finden

Voraussetzungen

Geschäftsleute reichen sich die Hand.Die Wirtschaftsmediation Weiterbildung ist besonders geeignet für Führungskräfte, Unternehmer, Geschäftsführer, Betriebsräte, Personalleiter, Juristen und alle Personen, die Interesse an Methoden zur außergerichtlichen Konfliktlösung bei betrieblichen Streitigkeiten haben. Eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung zum Mediator ist eine mindestens zweijährige, bei meinen Anbietern sogar dreijährige, Berufserfahrung. Oftmals sollte diese Berufserfahrung auf Grundlage eines Studiums oder einer soliden beruflichen Qualifikation erfolgt sein. Eine aktuelle Berufstätigkeit ist aber nicht zwingend notwendig.

Neben den zwei bis drei Jahren Berufserfahrung verlangen die Weiterbildungsanbieter vor allen Dingen Lebenserfahrung (z.B. aufgrund eines Alters von mindestens 28 Jahren) und Freude am Umgang mit Menschen sowie im besten Fall schon Moderationserfahrung.

Gerade bei den Fernschulen ist zudem ein moderner Computer mit Internetzugang eine Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Mediator.

Kosten

Die Ausbildung zum Mediator kostet bei den allen Weiterbildungsanbietern Geld. Die Höhe der Kosten unterscheidet sich allerdings anhand der Dauer und Intensität der Weiterbildung und anhand des Abschlusses (IHK-Zertifikat oder institutsinternes Zertifikat). Damit du dir einen ersten Eindruck verschaffen kannst, mit welchen Kosten du für eine Wirtschaftsmediation Weiterbildung rechnen muss, haben wir dir hier ein paar Beispiele recherchiert. Beachte allerdings: Es handelt sich nur um Beispiele. Die Kosten können immer von Anbieter zu Anbieter oder auch je nach IHK abweichen.

AnbieterWeiterbildungKosten
IHK Frankfurt am MainWirtschaftsmediator/in (IHK)5.750 Euro
IHK zu KölnWirtschaftsmediator/in (IHK)4.900 Euro
IHK Akademie KoblenzWirtschaftsmediator/in (IHK)4.480 Euro
ILS – Institut für LernsystemeWirtschaftsmediation2.028 Euro
SGD – Studiengemeinschaft DarmstadtWirtschaftsmediation2.340 Euro

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass du bei einer Wirtschaftsmediation Weiterbildung mit Kosten zwischen 2.000 und 6.000 Euro rechnen kannst. Gerade im Falle von beruflichen Weiterbildungen gibt es aber durchaus viele sinnvolle Förderungsmöglichkeiten. Der von der Bundesregierung ins Leben gerufen Bildungsgutschein ist nur eine Art der finanziellen Förderung. Informieren lohnt sich auf jeden Fall!

Weiterbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Mediator steht ganz im Zeichen der Streitschlichtung. Du erlernst strukturierte Herangehensweisen und Methoden zur Konfliktbeseitigung. Außerdem werden Techniken vermittelt, mit denen du in Problemsituationen helfend eingreifen kannst. Du erlangst Fertigkeiten in der Steuerung und Moderation von Streitigkeiten, so dass eine Lösung gefunden werden kann. Zudem werden die Grundlagen und Besonderheiten der Mediation thematisiert und auch das Thema Kommunikation kann innerhalb der Wirtschaftsmediation Weiterbildung eine Rolle spielen.

Aus diesem Grund können dir im Weiterbildungsverlauf u.a. folgende Inhalte begegnen:

  • Grundlagen der Wirtschaftsmediation
  • Methoden, Instrumente und Techniken der Wirtschatfsmediation
  • Kommunikationstechniken und Gesprächsführung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Mediation im Arbeitskontext und in Unternehmen
  • Besonderheiten der innerbetrieblichen Mediation
  • Konfliktkompetenzen

Dauer und Verlauf

Die Wirtschaftsmediation Weiterbildung dauert zwischen wenigen Wochen und 12 Monaten. Dieser zeitliche Unterschied kommt in der Regel aufgrund der unterschiedlichen Studienmodelle zustande. Einige Bildungsanbieter bieten verschiedene Fernlehrgänge zum Wirtschaftsmediator an, die sich über einen Zeitraum von 12 Monaten erstrecken. Hierbei kommst du das Studienmaterial per Post zugeschickt oder kannst über einen digitalen Campus auf die Lernunterlagen zugreifen. Der individuelle Lernaufwand bei diesen Fernlehrgängen beträgt ungefähr 10 Stunden pro Woche.

Die Alternative dazu sind Wochenendlehrgänge, die im Bereich Wirtschaftsmediation zu einem großen Teil von den örtlichen Industrie- und Handelskammern angeboten werden. Hierbei musst du an konkreten, vorher bekannten Terminen, von Donnerstag bis Samstag am Unterricht vor Ort teilnehmen. Meistens sind die Studientage auf ganztägige Block-Veranstaltungen von ca. 9 Uhr bis 18 Uhr konzipiert.

Abschluss

Geschäftsfrau moderiert Diskussion zwischen zwei Kollegen.Die Ausbildung zum Wirtschaftsmediator wird von unterschiedlichen Institutionen angeboten, so dass du auch unterschiedliche Abschlüsse erlangen kannst.

Die wichtigste Info vorweg: Alle Anbieter sind in der Regel offiziell akkreditiert und somit ist der Abschluss bei allen von uns aufgeführten Anbietern und Hochschulen anerkannt und seriös. Grundsätzlich kann man allerdings zwischen drei Arten von Abschlüssen unterscheiden, die wir dir hier kurz näherbringen wollen.

IHK-Zertifikat

Das IHK-Zertifikat wird von der Industrie- und Handelskammer verliehen. Viele Bildungsanbieter arbeiten bei ihren Angeboten der Wirtschaftsmediation Weiterbildung mit den regionalen IHKs zusammen, so dass du den IHK-Abschluss sowohl durch eine Ausbildung bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer als auch über Fernstudienanbieter erlangen kannst. Um ein IHK-Zertifikat zu erhalten, musst du aber in jedem Fall eine reglementierte Abschlussprüfung bei einer IHK absolvieren. Das IHK-Zertifikat genießt in Deutschland hohe Anerkennung und ist ein bundesweit gerngesehener Weiterbildungsabschluss, der dir viele berufliche Möglichkeiten im Bereich der Wirtschaftsmediation eröffnet.

Institutsinternes Zertifikat

Das institutsinterne Zertifikat wird immer vom jeweiligen Weiterbildungsanbieter ausgestellt. Du erhältst eine Bescheinigung, dass du an der Wirtschaftsmediation Weiterbildung teilgenommen und diese erfolgreich abgeschlossen hast und welche Qualifikationen du dadurch erlangt hast. Dieses Zertifikat wird nach bestandener Abschlussprüfung ausgestellt und ist bei Arbeitgebern renommiert und angesehen. In vielen Fällen trägt das Zertifikat den Titel des Anbieters, so zum Beispiel sgd-Abschlusszeugnis (Zertifikat der SDG – Studiengemeinschaft Darmstadt). Das institutsinterne Zertifikat genießt nicht dieselbe Anerkennung wie das IHK-Zertifikat, ist aber dennoch bei Arbeitgebern beliebt. Außerdem ist die Abschlussprüfung weniger umfangreich, im Vergleich zur IHK-Prüfung.

Zertifizierter Mediator

Die Berufsbezeichnung Mediator ist in Deutschland derzeit noch nicht geschützt. Es gibt aber die geschützte Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ nach § 5 Abs. 2 MediationsG. Es gibt durchaus auch Weiterbildungsanbieter, die ihre Ausbildung zum Mediator anhand der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV) organisieren und somit zum Abschluss der Weiterbildung ein Zeugnis als Zertifizierter Mediator ausstellen können. Diese Form des Abschlusses ist allerdings deutschlandweit weniger verbreitet, aber dennoch anerkannt. Der Zertifizierte Mediator bezieht sich zudem eher auf eine allgemeine Mediatoren-Ausbildung, die Wirtschaftsmediation Weiterbildung endet viel häufiger mit dem institutsinternen Zertifikat oder einem IHK-Zertifikat.

Karriere und Gehalt

Als Wirtschaftsmediator stehen dir viele neue Aufgaben innerhalb deines beruflichen Umfelds offen. Du bist durch diese Weiterbildung erster Ansprechpartner in Konfliktsituationen, bei Streitigkeiten innerhalb des Unternehmens oder Problemen mit Kunden oder Zulieferern. Aus diesem Grund bist du vielseitig einsetzbar und kannst verantwortungsvolle und wandelbare Aufgaben oder auch Führungspositionen übernehmen. Du hast kommunikative und moderierende Fertigkeiten erlernt, mit denen du in der Lage bist lösungsorientiertes Konfliktmanagement zu betreiben.

Mit einer abgeschlossenen Weiterbildung zum Wirtschaftsmediator/in kannst du in jedem Fall auch noch mal ein besseres Gehalt verlangen. Diese Zusatzqualifikation ist eine gute Verhandlungsgrundlage, um ein höheres Gehalt auszuhandeln. Mit welcher Gehaltserhöhung du im Detail rechnen kannst, ist leider schwer zu sagen, denn das Einkommen wird immer vom Arbeitgeber individuell bestimmt. Das Gehalt kann daher von Unternehmen zu Unternehmen anders ausfallen und je nach Branche und genauer Berufsbezeichnung abweichen. So oder so qualifiziert dich die Wirtschaftsmediation Weiterbildung aber für einen besseren Verdienst und eröffnet dir Führungspositionen in deinem Beruf.

Weitere Informationen und genauen Zahlen zum Gehalt in der Wirtschaftspsychologie liefern wir dir hier:

Gehalt in der Wirtschaftspsychologie

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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