Erfahrungsbericht: Bachelor Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Harz

Sabrina Beber hat von 2006 bis 2010 an der Hochschule Harz den Bachelor "Wirtschaftspsychologie" studiert und sich unter anderem mit den Schwerpunkten Werbe- und Konsumentenpsychologie spezialisiert. Für Wirtschaftspsychologie-Studieren.de hat sie ein paar Fragen zu ihrem Studium beantwortet.

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Erfahrungsbericht von Sabrina

Liebe Sabrina, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Interview über dein Studium nimmst. Wie kamst du zu dem Entschluss, Wirtschaftspsychologie zu studieren?

Besonders die Möglichkeit sich auf Werbe- und Konsumpsychologie spezialisieren zu können, war für mich ein ausschlaggebender Faktor.

Bereits in der Schule gehörte das Fach Psychologie zu meinen Lieblingsfächern und mir war früh klar, dass auch mein Studium etwas mit Psychologie zu tun haben sollte. Allerdings wollte ich nicht unbedingt im klinischen Bereich arbeiten, was ja meist der Schwerpunkt beim "klassischen" Studium der Psychologie an einer Uni der Fall ist. Daher suchte ich nach Alternativen und fand schließlich den Studiengang Wirtschaftspsychologie. Besonders die Möglichkeit sich auf Werbe- und Konsumpsychologie zu spezialisieren zu können, war für mich ein ausschlaggebender Faktor. Ich habe immer schon gerne an Marktforschungsuntersuchungen teilgenommen sowie mir Gedanken über Werbespots bzw. -anzeigen und deren Wirkung gemacht.

Wie hast du dich über die verschiedenen Studienmöglichkeiten informiert? Was würdest du angehenden Studierenden empfehlen?

Grundlage meiner Studienwahl bzw. Hochschulwahl waren zum einen das Buch "Studien- und Berufswahl" (das was man bei der Berufsberatung bekommt) – das Buch gibt erstmal einen guten Überblick über die möglichen Fächer, die man aktuell überhaupt studieren kann. Zum anderen habe ich mich durch die verschieden Hochschulrankings gekämpft, um die Qualität der einzelnen Hochschulen besser vergleichen zu können. Allerdings muss man dabei sehr genau auf die Rankingkriterien achten und für sich selbst entscheiden, welche man als besonders wichtig erachtet und welche nicht.

Du hast dir für den Bachelor Wirtschaftspsychologie die Hochschule Harz ausgesucht. Was waren deine Gründe hierfür?

Vorrangig natürlich die Studieninhalte bzw. die angebotene Vertiefungsrichtungen. Die Kombination aus Psychologie und Wirtschaftswissenschaften schien mir die ideale Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufsstart. Darüber hinaus ist die Hochschule Harz eine eher kleine Hochschule, was den großen Vorteil einer intensiven Betreuung durch die Dozenten mit sich bringt.

Nun hast du bereits deinen Abschluss in der Tasche und kannst uns sicherlich von den besten und den vielleicht weniger guten Erfahrungen an der Hochschule Harz berichten? Welche Erfahrungen überwiegen?

Die positiven Erfahrungen überwiegen deutlich. Wie bereits erwähnt, war die Betreuung durch die Dozenten fantastisch. Bei maximal 30 Mitstudierenden nahmen sich die Dozenten für jeden persönlich Zeit und hatten auch immer ein offenes Ohr bei auftretenden Problemen. Außerdem begeisterte mich besonders die Projektarbeit, wie zum Beispiel mit der Firma Wrigley oder auch dem Aufbauverlag Berlin. Ergebnisse zu erarbeiten, die dann auch wirklich in realen Unternehmen genutzt werden, macht einfach Spaß und motiviert – man sieht schon während des Studiums warum bzw. wofür man eigentlich studiert.

Kannst du uns ein paar Einblicke in dein Bachelorstudium geben? Was sind die Studieninhalte? Welche Schwerpunkte kann man wählen bzw. setzen? Wie ist die Studienatmosphäre?

Manche Fächer, vor allem aus dem Wirtschaftsbereich werden auch mit anderen Studiengängen zusammen gelehrt. Das hat den Vorteil einer interdisziplinären Sichtweise auf die behandelten Problemstellungen.

Die ersten drei Semester sind sozusagen das "Grundstudium", was alle Wirtschaftspsychologiestudenten gemeinsam absolvieren. In der Zeit hat man viele Grundlagenveranstaltungen, wie zum Beispiel Statistik oder Methodenlehre. Dazu kommen noch grundlegende Veranstaltungen in Wirtschaftswissenschaften (z. B. BWL, VWL, Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht) und der Psychologie (z. B. Allgemeine Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie).

Ab dem vierten Semester muss man sich dann entscheiden, ob man sein Wissen im Bereich "Personal" oder "Marketing" vertiefen möchte. Je nach eingeschlagener Richtung hat man dann die Wahl aus verschieden Berufsfeldorientierungsmodulen. Für den Bereich Marketing waren das die Module "Werbe- und Konsumentenpsychologie", "Konsumgütermarketing" und "Marktforschung für Wirtschaftspsychologen". Im Bereich Personal konnte man aus den Modulen "Change Management", "Coaching", "Personalauswahl" und "Personalentwicklung" wählen. In den Vertiefungsrichtungen arbeitete man intensiv an den jeweiligen Themengebieten – vor allem in Form von Projekten in Zusammenarbeit mit Unternehmen. Abgerundet werden die fachlichen Studieninhalte durch Soft Skills-Fächer, wie zum Beispiel "Präsentationstechniken" oder auch "Kommunikation und Führung" und Fremdsprachen (Englisch ist verpflichtend für alle, weitere Sprachen können als Wahlpflichtfächer belegt werden).

Der größte Teil der Vorlesungen findet in sehr kleinen Seminargruppen statt (maximal 30 Studenten). Manche Fächer, vor allem aus dem Wirtschaftsbereich werden auch mit anderen Studiengängen zusammen gelehrt. Das hat den Vorteil einer interdisziplinären Sichtweise auf die behandelten Problemstellungen. Ein BWL-Student hat eine andere Herangehensweise zum Beispiel an ein Marketingkonzept als ein (Wirtschafts-)Psychologe, dadurch bleibt man aber selber offen für andere Sichtweisen und findet durch die Zusammenarbeit neue Lösungsansätze.

Wenn du dich nochmal entscheiden müsstest: Würdest du wieder ein Wirtschaftspsychologie Studium wählen?

Zurückblickend würde ich mich höchstwahrscheinlich wieder für ein Wirtschaftspsychologie Studium entscheiden, da der Studiengang insgesamt meine Erwartungen voll und ganz erfüllt hat.

Sabrina, vielen Dank für die ausführlichen Antworten rund um dein Studium. Wir wünschen dir alles Gute und vor allem einen erfolgreichen Start in die Karriere.

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