Studienfinanzierung
Welche Wege gibt es, sein Studium zu finanzieren? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder angehende Student, nicht nur im Studiengang Wirtschaftspsychologie, vor Beginn des Studiums. Wer zum Studieren auch noch in eine andere Stadt ziehen muss und nicht bei den Eltern wohnen bleiben kann, auf den kommen einige Kosten zu. Wohnung, Telefonanschluss, Internet Flatrate, Handy, Essen – allein mit diesen Fixkosten kommt man schnell auf 500 Euro pro Monat. Und dann kommen noch Studiengebühren und natürlich die Kosten des Studentenlebens hinzu.
Die meisten Studenten finanzieren sich die Studienzeit über einen Mix aus BAföG, Geld der Eltern und selber jobben. Was es darüber hinaus für Möglichkeiten gibt, zeigen wir dir hier auf.
1.) Die Familie
Sicherlich bei 99% der Studenten die erste Anlaufstelle. Mit wieviel Unterstützung man rechnen kann, hängt natürlich von der finanziellen Lage der Eltern, Tanten, Onkel und Großeltern. Die Zuwendung geht von Überlassung des Kindergelds bis zu Komplettfinanzierung.
2.) BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) springt ein, wenn die Eltern das Studium nicht finanzieren können. Das BAföG soll die theoretische Chance sichern, dass jeder studieren kann, egal, was die Eltern verdienen. Die Höhe der Förderung wird bei der Beantragung für jeden Studenten individuell berechnet. Dabei wird berücksichtigt, was man selber gespart hat, wieviel die Eltern verdienen und noch mehr. Derzeit beträgt der maximale Förderungsbetrag 643 Euro im Monat. Das Kindergeld wird übrigens beim BAföG nicht als Einkommen angerechnet. Nach dem Studium muss ein Teil des Geldes, maximal die Hälfte, zurückgezahlt werden.
Infos: http://www.bafoeg.bmbf.de/
3.) Arbeiten
Einen zielführenden Job neben dem Studium – wir empfehlen das nicht nur aus monetären Aspekten. Wer während des Studiums in studienverwandten Bereichen arbeiten geht, der kann sein Netzwerk erweitern und erhält evtl. schon vor Ende des Studiums ein Jobangebot.
Wer von zu Hause arbeiten will, der kann auch über Plattformen wie z.B. www.myhammer.de oder www.blauarbeit.de Büro- oder Recherchearbeiten ergattern.
In Deutschland verdienen über 2/3 aller Studierenden nebenbei noch Geld. Was es dabei zu beachten gibt, hat Studis Online zusammengestellt.
4.) Stipendium
Das ganze oder zumindest einen Teil des Studiums von fremden Personen oder einer Organisation bezahlt bekommen. Das ist Ziel derer, die sich für Stipendien bewerben. Wer jetzt ankommt und sagt „Das schaff ich doch eh nicht“, der hat schon verloren. Es gibt in Deutschland hunderte von Privatpersonen, Stiftungen und Organisationen, die Studenten aus allen möglichen Fachbereichen unterstützen.
Meistens wird bei der Auswahl auf besonderes Engagement und gute Schulnoten Wert gelegt. Aber das ist nicht immer der Schlüssel zum Stipendium. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Verlieren kannst du doch nichts.
Die Stipendien-Datenbank von E-Fellows.net bietet Dir einen guten ersten Anhaltspunkt zum Nachforschen, welche Stipendien es gibt:
Eine weitere Webseite zum Thema ist http://www.stipendiumplus.de.
5.) Testimonial werden
Es gibt viele Bereiche, in denen man sich als Testperson (neudeutsch Testimonial) anbieten und dafür Geld kassieren kann. In deiner Stadt ist eine Friseurmesse? Dann werden bestimmt noch Leute gesucht, die sich bei einer Show die Haare schneiden lassen. Große Marktforschungsunternehmen bezahlen dich dafür, Fragebögen auszufüllen. Und dann gibt’s ja auch noch Geld fürs Blut spenden. Und noch viel mehr Möglichkeiten.
6.) Studienkredite und -darlehen
Wer fürs Studium einen hohen Betrag aufbringen muss (z.B. durch ein privates Studium) oder bei wem BAföG und weitere Einkünfte nicht ausreichen, der kann auf einen Studienkredit oder ein Studiendarlehen zurückgreifen. Seit einigen Jahren wächst in der freien Wirtschaft die Zahl der Anbieter von Krediten für Studierende. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass sie nicht – wie andere Darlehen – in einer Summe ausgezahlt werden, sondern monatlich. Neben vielen weiteren Banken hat die KfW Bank einen oft empfohlenen KfW Studienkredit im Angebot.
Es gibt viele verschiedene Formen der Studienkredite. So kannst du z.B. evtl. die Auszahlung variieren oder die Rückzahlung gestaltet sich anders. Günstiger als ein Studienkredit kann ein Bildungskredit nach dem Bildungskreditprogramm des Bundes sein. Informationen hierzu gibt es unter www.bva.bund.de.
Wer sich erste Informationen zu einem Studienkredit holen will, ist mit dem Test der Stiftung Warentest gut bedient:.
Zudem hat auch das Centrum für Hochschulentwicklung einen Test durchgeführt.




