Oft gestellte Fragen rund um das Wirtschaftspsychologie Studium


Regelmäßig erhalten wir E-Mails mit Fragen zu den verschiedensten Aspekten eines Wirtschaftspsychologie Studiums. Die Bandbreite ist enorm, es geht von der Bewerbung über einen eventuell geforderten NC bis hin zum Unterschied zwischen „Hochschulen“ und „Fachhochschulen“. Damit du auf deine Fragen direkt eine Antwort erhältst und nicht erst eine E-Mail schreiben musst, haben wir die meistgestellten Fragen zusammengefasst und die passenden Antworten recherchiert.

Kann ich nicht auch Psychologie mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie studieren?
Wird für das Wirtschaftspsychologie Studium ein NC verlangt?
Gibt es ein duales Studium Wirtschaftspsychologie?
Kann man Wirtschaftspsychologie auch als Fernstudium belegen?
Gibt es einen Unterschied zwischen Fachhochschulen und Hochschulen?


Kann ich nicht auch Psychologie mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie studieren?
Ja, das ist möglich. So bietet zum Beispiel die Freie Uni Berlin einen Master „Psychologie mit Schwerpunkt: Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftspsychologie“ und die Uni Mannheim einen Master „Psychologie mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie“ an.

Auch als Bachelor ist es möglich, sich für ein „normales“ Psychologiestudium einzuschreiben und dann als Schwerpunkt die Wirtschaftspsychologie zu wählen. Der Unterschied zum eigenständigen Studiengang Wirtschaftspsychologie ist, dass der Fokus weniger auf den betriebswirtschaftlichen Inhalten liegt.


Wird für das Studium ein NC verlangt?
Die Frage kann man ganz eindeutig mit „Jein“ beantworten. An den öffentlichen Unis und FHs werden die Studienplätze über verschiedene Auswahlverfahren vergeben, bei denen auch die Abiturnote als Kriterium eine Rolle spielt. Bei der Uni Bochum sieht das Zulassungsverfahren dann beispielsweise so aus:

Die Studienplätze werden nach den Kriterien “Durchschnittsnote im Abitur” (NC, 20% der Plätze), “Wartezeit” (20% der Plätze) und einem „Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)“ (60% der Plätze) vergeben.

Die besten 20% der Studienbewerber haben also einen Platz sicher, während sich 60% der weiteren Bewerber noch mit Tests beweisen müssen. Eine Zulassung nur aufgrund eines NCs ist uns bei keiner Hochschule bekannt.



Da Wirtschaftspsychologie auch an vielen privaten Hochschulen angeboten wird, gibt es auch Möglichkeiten, ohne das Vorweisen eines Numerus Clausus zu studieren. Denn private Anbieter wählen ihre Studierenden fast nie anhand eines NCs aus, sondern führen individuelle Auswahlverfahren durch. Diese bestehen zum Beispiel aus einem schriftlichen Test, in dem man sein Allgemeinwissen unter Beweis stellen muss, und einem Test, in dem die Teamfähigkeit z.B. in einer Gruppendiskussion getestet wird.

Anders sieht das Thema Numerus Clausus natürlich bei einem Psychologie Studium aus. Hier sind die NC-Werte legendär hoch, ohne Einser-Abitur geht hier nichts.


Gibt es ein duales Studium Wirtschaftspsychologie?
Auch im Bereich Wirtschaftspsychologie gibt es die Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren. In unserem Artikel zum Thema wird das duale Studium Wirtschaftspsychologie ausführlich beschrieben. In Deutschland gibt es derzeit leider nur zwei Institutionen, die ein entsprechendes Studium anbieten: Die HMKW in Berlin und Köln sowie die FHAM in München-Erding. Da ein duales Studium deutschlandweit immer begehrter wird, werden in den kommenden Jahren sicherlich einige weitere Hochschulen sich diesem doppelten Ausbildungsmodell anschließen.



Kann man Wirtschaftspsychologie auch als Fernstudium belegen?
Ein berufsbegleitendes Studium, egal ob Abendstudium oder Fernstudium, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch im Bereich Wirtschaftspsychologie bieten einzelne Hochschulen mittlerweile Fernstudiengänge an. Namentlich gibt es ein Fernstudium Wirtschaftspsychologie bzw. ein Fernstudium Angewandte Psychologie hier:

Das sind alle berufsbegleitenden Studiengänge im Bereich Psychologie. Eine Auflistung aller Fernstudiengänge, die es in Deutschland gibt, findet sich auf dem Portal www.Studieren-Berufsbegleitend.de.


Gibt es einen Unterschied zwischen Fachhochschulen und Hochschulen?
Eine Frage, die sich nicht nur Studieninteressenten der Wirtschaftspsychologie immer wieder stellt. Wenn man durch die verschiedenen Datenbanken scrollt, fällt einem unweigerlich auf, dass sowohl „Hochschulen“ als auch „Fachhochschulen“ aufgeführt sind. Eigentlich dachte man ja immer, dass „Hochschule“ der Überbegriff für Studieninstitutionen wie Uni und FH sind, aber anscheinend wird das Wort nun auch anders benutzt. Und zwar kommt diese Verwirrung durch die Bologna-Reform. Durch die Einführung der Bachelor und Master Studiengänge wurden viele Unterschiede zwischen Uni und FH, die früher noch bestanden, quasi abgeschafft. Wer heute an einer Fachhochschule seinen Abschluss macht, der kann damit relativ einfach an die Uni wechseln. Dies ist nur eine der Veränderungen. Und um dieser Neu-Ausrichtung auch im Namen Rechnung zu tragen, haben sich viele Fachhochschulen in Hochschulen oder „University of Applied Science“ umbenannt.

Also nicht verwirren lassen: Wo Hochschule drauf steht, ist Fachhochschule drin.